
Shalom Blogger,
Bibelschulen, christliche Seminare oder besondere Events werden hier und dort für Geld angeboten.
In der letzten Zeit hatte ich wieder einige Werbung auf meinem Schreibtisch und ich frage mich ernsthaft, wer das bezahlen soll und warum. Unabhängig davon hört man Aussagen von Leitern, dass das Reich Gottes auf Erden Geld kostet. Das ist so nicht ganz richtig. Das Königreich Gottes kostet auf Erden KEIN Geld, denn man kann es NICHT mit Geld bezahlen. Wenn also eine konkrete Summe für die kostenlose Botschaft Jesu Christi in einem Seminar verlangt wird, dann nur dann, weil das Management der modernen Kirche das so für ein Event organisiert oder das Kirchensystem als Verein bezahlt werden muss. Selbst Bibelschulunterricht in Form einer Bibelschule muss nicht zwangsweise hunderte Dollar oder Euros kosten, obwohl Hilfsmittel oder Material Kosten verursachen. Umkehrschluss: Wer sowas nicht bezahlen kann, der kann nicht teilnehmen. Ist das im Sinne Christi?
Matthäus 10,8:
Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es.
KOSTEN FÜR KIRCHEN
Wer heute eine Gemeinde aus Stein bauen will, hat das gleiche Problem wie der Papst im Mittelalter mit dem Petersdom. Das Geld muss im Kasten klingen. Wo das Papsttum früher Seelenheil für Geld versprach wird heute hier und da in freien Gemeinden Wohlergehen gepredigt oder zwanghaft der Zehnte gefordert. Das Geld der modernen Gläubigen, der Zehnte oder Spenden, fließen in weltliche Kredite oder teure Mietobjekte – die oft mehr kosten, als einfache Wohnungen. Genau das ist der Punkt. Der Haupttreffpunkt der Christen sollte biblisch gesehen in Privathäusern sein. Die Gemeinde im Haus.
Dann gibt es das Phänomen, dass Pastoren (eigentlich Hirten) mit Flugzeugen einfliegen und durch Nationen oder Bundesländer reisen. Der Hirte ist aber für den regionalen Dienst vor Ort bestimmt und trägt keine überregionalen Wanderschuhe wie Apostel oder Evangelisten. Gott setzte die Dienste nach Epheser 4,11, so dass jeder seine Aufgabe hat. Ohne Zweifel soll der Prediger am Wort seinen materiellen Lohn erhalten und der Diener Gottes im Reisedienst eine Unterkunft haben.
Bestimmte Hilfsmittel und Ausgaben müssen aber bezahlt werden, doch das Maß der Kosten sollte in der Zweckmäßigkeit liegen. Zum Beispiel kostet der Bibeldruck oder die Erstellung von CDs Geld – und und und.
Gott hat einen fröhlichen Geber lieb und die Erkenntnis, den Zehnten zu geben, muss manchmal wachsen. Genauso sollen aber Sammlungen bestimmt sein jenen Gemeindegliedern zu geben, die nicht geben können. Jesus investierte in Menschen und nicht in Steinen!
Jesus lehrt für den Alltag Demut und Einfachheit. Er sättigte die Menschen mit Brot und sammelte die Leute von den Hecken, Sträuchern oder Bäumen. Die Gemeinde wurde einfach gelebt. Bei Versammlungen, die den ganzen Tag gehen, könnten Teilnehmer heute durchaus günstig mit Brot, Erbsensuppe und Wasser gesättigt werden oder jeder bringt eine Mahlzeit mit. Es ist also eine Frage der Organisation und des Wollens.
DIE ZEITEN ÄNDERN SICH
Die Mehrheit der Christen in den Nationen sind sich bewusst, dass Wohlstand nicht die Regel für einen Gläubigen ist. Sie leben und erleben Drangsal oder Armut. Leider ist dieser Blick in der freien Welt verloren gegangen. Gerade den Deutschen ging es seit dem Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1990er Jahre so gut wie niemals zuvor in seiner Geschichte. Die letzten Jahre sind aber vom sozialen Abbau geprägt und die Bürger verarmen wieder. Leider ist diese Tatsache noch nicht bei allen Laodizäer-Christen angekommen. Die Zeiten haben sich geändert. Der Frieden wird gemäß der Offenbarung von der Erde (Offenbarung 6,3) genommen, das Kapital verfault (Jakubus 5) und die Kleidung wird von Motten zerfressen.
DIE LETZTE ZEIT
Die sogenannten westlichen freien Christen werden sehr schnell lernen müssen, dass sich das Gemeindeleben ändern wird. Freie Gottesdienste werden in der letzten Drangsal nicht mehr gelebt werden (können). Die Wege der Christen sind aber so eingefahren, staubig und voller Routine, dass der Gemeindekarren diesen Pfad von selber nicht verlassen kann. Gibt es Regen, so bleibt der Karren stehen oder stecken. Leute die aussteigen bekommen matschige Füße und verlieren ihre Schuhe. Selbst ein anschieben wird nichts nutzen. Es kommt ein großes Stehen und Straucheln. Wenn das erkannt wird, ist es aber zu spät. Dann gibt es jene, die schon vorher ausgestiegen sind und passendes Schuhwerk haben. Diese Gläubigen sind tauglich für das Gelände, wo sich die Gegebenheiten immer wieder ändern. Sie sind wie die Waldenser der letzten Zeit. Bist du bereit?
Marantaha
Christian Koch
von Kochminsitry-Germany